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Wildbratwurst – Super Lecker mit Wild deiner Wahl

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du eine Wildbratwurst selber machen kannst. Sie ist super einfach und schmeckt himmlisch. 

Wildbratwürste eignen sich zu jeder Gelegenheit, egal ob als Snack für zwischendurch oder als Abwechslung zu herkömmlichen Bratwurst. 

Ich habe in diesem Rezept Hirschfleisch verwendet. Das Rezept ist aber so aufgebaut, dass du das Fleisch durch jedes Wildfleisch ersetzen kannst. Ob du also eine Hirschbratwurst, Rehbratwurst oder Wildschweinbratwurst machen willst bleibt dir überlassen.

Hier findest du das komplette Wildbratwurstrezept als Video oder zum Durchlesen.

Viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachmachen! Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar da lässt, ob es dir gelungen ist.


Wildbratwurst selber machen – das benötigst du dafür

Wildbratwurst - alle Zutaten


Zutaten pro 1 kg Wildbratwurst

  • 600 g Wildfleisch z. B. Schulter, Hals, Bauch
  • 400 g durchwachsener Schweinebauch 


Gewürze pro KG Fleisch

Schafsaitling Kaliber 20/22 oder Schweinedarm Kaliber 28/30, je nachdem wie groß du deine Wildbratwurst haben möchtest. 


Diese Ausstattung benötigst du:

Fleischwolf

Du benötigst den Fleischwolf, auch Wolf genannt, um das Fleisch zu “wolfen”, d. h. das Fleisch wird fein zerkleinert.

Gewürzmühle / Mörser

Um deine Gewürze zu mahlen, benutzt du am besten eine Gewürzmühle. Alternativ eignet sich auch ein Mörser. Oder du kannst schon gemahlene Gewürze verwenden. Ich empfehle sie dir selbst zu mahlen.

Wurstfüller / Aufsatz für den Fleischwolf / Handfülltrichter

Diesen brauchst du um deine Fleischmasse in den Darm zu bekommen. Für den Anfang geht dafür auch ein Füllaufsatz für deinen Fleischwolf oder ein Handfülltrichter. Ich verwende diesen hier

Nähnadel oder Wurstpicker

Die Nadel brauchst du, wenn Luft beim Abfüllen in die Wurst gekommen ist.

Naturdarm 

Um deine Wurst abzufüllen brauchst du Naturdärme mit Kaliber 28/30 oder Schafsaitling Kaliber 20/22.

Falls du wissen möchtest, welches Equipment ich sonst empfehle, klicke hier.


Wildbratwurst selber machen – Schritt-Für-Schritt Anleitung

1. Schneide das Fleisch und den Schweinebauch in wolfgerechte Stücke. 

Wildbratwurst - wolfgerechte Stücke

2. Mahle die Gewürze klein. 

Wildbratwurst - Gewürze

3. Gebe die Gewürze du dem Fleisch und vermenge das Ganze. 

Wildbratwurst - vermengen

4. Lasse das Fleisch für ca. 1 Stunde in dem Gefrierschrank anfrieren. Dadurch hat es dein Fleischwolf leichter und das Fett schmiert nicht.

Wildbratwurst - Gefrierschrank

5. Wolfe nun das Fleisch. Ich habe hierfür die kleine Lochscheibe verwendet. Möchtest du eine gröbere Wildbratwurst, solltest du eine größere Lochscheibe verwenden.

Wildbratwurst - wolfen

6. Vermische und knete das gewolfte Fleisch nun für ca. 3 Minuten. Dadurch entsteht eine gute Bindung und es wird verhindert, dass deine Bratwurst beim Anschneiden auseinander fällt. 

Wildbratwurst - knete

7.   Ziehe den Darm auf den Wurstfüller und lasse die Masse langsam in den Darm. Sobald die Masse im Darm ankommt, kannst du das Ende zu knoten.

Wildbratwurst -  darm

8. Fülle die Fleischmasse in Därme ab. 

Wildbratwurst - abfüllen

9. Nun wird abgedreht. Wie groß deine Bratwurst sein soll, kannst du selbst entscheiden.  Wichtig hierbei ist, dass du entgegengesetzt drehst. Also 1x nach vorne und 1x nach hinten.

Wildbratwurst - abdrehen

10. Nehme eine Nadel und steche in die Wurst, um vorhandene Luftlöcher zu öffnen. Dadurch platzen sie dir später nicht auf dem Grill.

Wildbratwurst - nadel

11. Fertig ist deine Wildbratwurst. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen!

Wildbratwurst - fertig


Wie lange ist den die Wildbratwurst haltbar?

Deine Wildbratwurst ist ca. 4 Tage im Kühlschrank haltbar. Alternativ kannst du sie bei 80 Grad ca. 40 Minuten abbrühen oder einfrieren. 

Wildbratwurst

Tags

Bratwurst


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Fragen oder Anmerkungen? Hinterlasse gerne einen Kommentar...

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    1. Hey Wilfried,

      wenn du „Brühen“ meinst… dann Nein. Ich brühe die Bratwürste nie und friere sie direkt ein oder grille/brate sie direkt.

      Liebe Grüße,
      Daniel

  1. Moin, ich habe Hirsch genommen. Erstmal als Frikadellen, weil noch kein Darm da ist, und die waren superlecker. Ich vergaß leider das Anfrieren vorher und es war echt eine Quälerei, das fette Fleisch mit dem Handwolf da durchzuquetschen, zudem noch kleine Scheibe.
    Und ich habe gelernt, dass eine Backwaage wirklich viel zu ungenau ist.
    Super Rezept und Anleitung, danke dir.

  2. Ich habe Wildfleisch eingefroren. Daraus möchte ich versuchen Bratwürste zu machen.
    Also auftauen, wolfen und wursten.
    Aber kann ich sie danach wieder einfrieren, oder müssen sie sofort verzehrt werden?
    Oder kann ich sie überbrühen, vakuumieren und dann wieder einfrieren?

    Vielen Dank für Deine tollen Tipps.

    1. Hey Jürgen,

      Bereits eingefrorenes muss dann gegart (gebrüht) werden bevor es wieder eingefroren wird. Definitiv nicht nochmal roh einfrieren! Ich persönlich würde die Variante mit dem Sofortverzehr bevorzugen, ich mag den Geschmack von zweimal eingefrorenem nicht.

      Grüße
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        da habe ich ein Luxusproblem. Von der letzten Sau habe ich noch etwas über zwei Kilo Abschnitte, die ich dann einfach eingefroren habe, weil ich noch keinen Fleischwolf hatte. Das ist etwas zuviel für mich zum Sofortverzehr 😉

        Vielen Dank für Deine tolle Seite
        Beste Grüße
        Jürgen

        1. Haha wie gesagt dann Brühen und einfrieren. Geht auch. Aber definitiv auch direkt frisch eine Essen, damit du den Vergleich schmeckst. Eventuell ist er auch nicht merkbar.

          Lass es dir schmecken.

          Daniel

          1. Ich habe die Würste wohl nun zu lange gebrüht, so dass sie doch etwas trocken geworden sind.
            Was meinst Du, wie lange es braucht, bei Kaliber 28/30?

          2. Hey Jürgen, so um die 75 Grad. Als Faustregel ca. 1 Minute pro Millimeter Durchmesser. Bei 28/30 -> 28/30 Minuten.

  3. Oh, man, sind die lecker.
    Ich habe nun mit Rehabschnitten und Nackenfett vom Metzger des Vertrauens begonnen.
    20 g Salz fand ich doch noch etwas zuviel in der Schale und habe dann nur 15 g genommen. Zwar auch noch reichlich, aber auch gut würzig nun. Dazu 10 g Baharat und frisch gehacktes Koriandergrün.

    Das Wursten mit dem Fleischwolf geht, aber es bleiben zwei Frikadellen in der Schnecke, die dann auch gleich in die Pfanne kamen.

    Ein Gedicht!

    Nun brühen sie, um sie zu zweit zu vakuumieren.

    Vielen Dank für die Motivation!

    Equipment von Landig, als Jäger, ist bereits unterwegs.

    Jürgen

    1. Hey Manfred, schau am besten Mal in meinen Bratwurst selber machen Beitrag, da ist wirklich alles im Detail erklärt. Generell kannst du für feine Bratwurst 3mm verwenden, für gröbere 4,5mm oder 6mm. Wie du nun deine Wildbratwurst herstellst, bleibt dir überlassen. LG Daniel

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